Geräusch- und verlustarme induktive Bauelemente von SMP für Anwendungen in der Medizintechnik

Graben-Neudorf, Januar 2016. SMP Sintermetalle Prometheus GmbH & Co KG (SMP), Hersteller von weichmagnetischen Werkstoffen und induktiven Bauelementen im badischen Graben-Neudorf, stellt Bauelemente für medizintechnische Anwendungen vor. Die induktiven Bauelemente werden zum Beispiel in der Magnetresonanztomographie (MRT) oder in der Computertomografie (CT) eingesetzt. Die als Filter- oder Netzdrosseln aufgebauten Bauteile sind nicht nur kompakt, verlustarm und energieeffizient, sondern auch besonders geräuscharm, was für diese anspruchsvollen medizintechnischen Anwendungen unverzichtbar ist.

Bei MRT-Scannern befinden sich die Bauelemente im so genannten Gradientenverstärker, der Ausgangsspannungen und Ströme liefert und die Gradientenspulen steuert, welche die Resonanzsignale für die spätere Bildrekonstruktion enkodieren. Aufgabe der Filter- und Netzdrosseln ist, sowohl für einen sauberen Sinus als auch für eine verlustarme Rückspeisung der nicht benötigten Energie zu sorgen.

Für die Geräuscharmut der Bauteile sorgen spezielle magnetostriktionsfreie Materialien, die SMP für jede Anwendung eigens entwickelt und herstellt. Die Pulververbundwerkstoffe weisen geringe Wirbelstrom- und Ummagnetisierungsverluste auf. Die Bauelemente zeichnen sich durch Verlustarmut, optimales EMV-Verhalten und Wartungsfreiheit aus. Die dreidimensionale Isotropie der Werkstoffe sorgt für einen kompakten und leichten Aufbau, da die magnetische Eisenweglänge minimiert wird. Dadurch verringert sich die magnetische Feldstärke und der Einsatz von Wicklungsmaterial wird deutlich reduziert. Die Werkstoffe besitzen eine hohe Sättigungsinduktion von bis zu 2 Tesla. Weiterhin kann das Schwingungsverhalten der Drossel durch den Werkstoff oder durch geeignete mehrspulige, magnetisch gekoppelte Konstruktionen gezielt eingestellt werden.

Neben der Medizintechnik finden induktive Bauelemente von SMP Einsatz in industriellen Anwendungen aus den Bereichen Leistungselektronik, Automatisierung und Signalverarbeitung, in antriebstechnischen Anwendungen, darunter Bahntechnik, Elektromobilität und Schiffstechnik, bei erneuerbaren Energien und in der Energieversorgung sowie in der Luft- und Raumfahrt. Die Bauelemente sind je nach Anwendung zum Beispiel als Einleiterdrosseln für Hochstromanwendungen, Einzeldrosseln, Drosselmodule oder LC-Filter aufgebaut. Sie sind in Baugrößen von 19 mm bis 300 mm, Gewichten von 0,05 kg bis 130 kg und bis zur Temperaturklasse H bis 180° C realisierbar. Je nach Anwendung stehen Schutzarten bis IP66 zur Verfügung. Alle Bauelemente sind RoHS- und REACH-konform und CE- und EAC-zertifiziert, die verwendeten Materialien sind UL-gelistet.




SMP stellt aus:

PCIM Europe 2016, international führende Messe für Leistungselektronik, intelligente Antriebstechnik, Erneuerbare Energien und Energiemanagement, 10. bis 12. Mai 2016, Nürnberg: Halle 6 Stand 6-308




Unternehmensinformation:

SMP Sintermetalle Prometheus GmbH & Co KG mit Hauptsitz in Graben-Neudorf bei Karlsruhe entwickelt und produziert induktive Bauelemente sowie weichmagnetische Werkstoffe, Kerne und Formteile. Der Werkstoffkundespezialist Dr.-Ing. Vasilios Gemenetzis gründete 1982 das Unternehmen zur Herstellung von Sintermetallen nach einem selbst entwickelten Verfahren. Seit 1994 ist SMP auf die Herstellung von elektronischen Bauelementen spezialisiert. Die Werkstoffkunde spielt bei der Entwicklung der äußerst verlustarmen induktiven Bauelemente nach wie vor eine herausragende Rolle: Die für die Bauelemente verwendeten Pulververbundwerkstoffe werden kundenspezifisch für jede Anwendung eigens entwickelt und hergestellt. Im Laufe der Jahre hat sich das mittelständische Familienunternehmen auf dem Weltmarkt zu einem der bedeutendsten Anbieter von Bauelementen mit weichmagnetischen Werkstoffen in industriellen Anwendungen entwickelt. Um den ganzen Produktionszyklus abdecken zu können, wurde im Jahr 2008 ein weiteres Werk für die eigene Entwicklung und Herstellung von Pulverwerkstoffen gegründet. 2011 hat SMP die Produktion mit einer Kunststoffspritzerei erweitert, um Spulenträger und Isolationssysteme für die Bauelemente selbst entwickeln und herstellen zu können. Nahezu 100 Prozent der Produkte werden kundenspezifisch gefertigt und mit einer Exportquote von über 50 Prozent weltweit vertrieben.




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